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Tennisschuhe richtig wählen: Der praktische Ratgeber für erwachsene Spielerinnen und Spieler

Viele Spielerinnen und Spieler investieren viel Zeit in die Wahl des richtigen Tennisschlägers, schenken ihren Tennisschuhen jedoch deutlich weniger Aufmerksamkeit.
Das ist ein Fehler.
Ein Schläger hilft Ihnen, den Ball zu kontrollieren. Tennisschuhe helfen Ihnen, Ihren Körper zu kontrollieren. Sie beeinflussen Stabilität, Beweglichkeit, Komfort und sogar das Vertrauen in die eigenen Bewegungen auf dem Platz.
Oft beschäftigen sich Freizeitspieler erst dann mit ihren Schuhen, wenn Beschwerden auftreten. Vielleicht schmerzen die Füsse nach dem Training. Vielleicht machen sich die Knie bemerkbar. Oder man merkt plötzlich, dass schnelle Richtungswechsel nicht mehr sicher gelingen.
Schauen wir uns genauer an, worauf es bei der Wahl von Tennisschuhen wirklich ankommt.

Worin unterscheiden sich Tennisschuhe von normalen Sportschuhen?

Auf den ersten Blick sehen sie sich oft ähnlich.
Tatsächlich sind Tennisschuhe jedoch für völlig andere Bewegungsabläufe entwickelt worden.
Laufschuhe unterstützen in erster Linie die Vorwärtsbewegung. Tennisschuhe dagegen sind für explosive Starts, abruptes Abbremsen, seitliche Bewegungen und schnelle Richtungswechsel konstruiert.
Während eines einzigen Ballwechsels bewegt sich eine Spielerin oder ein Spieler innerhalb weniger Sekunden nach vorne, zurück, zur Seite und wieder nach vorne.
Deshalb verfügen Tennisschuhe über:
  • verstärkte Seitenstabilität;
  • einen besonders stabilen Aufbau;
  • Laufsohlen für unterschiedliche Platzbeläge;
  • hohe Abriebfestigkeit;
  • zusätzlichen Schutz im Zehen- und Seitenbereich.
Laufschuhe eignen sich hervorragend zum Joggen oder für das Laufband, bieten jedoch in der Regel nicht die seitliche Stabilität, die beim Tennis erforderlich ist.

Was ist bei Tennisschuhen am wichtigsten?

Wenn Sie nur auf ein einziges Merkmal achten könnten, dann sollte es die Stabilität sein.
Das überrascht viele Menschen. Oft denken sie zuerst an Dämpfung oder ein möglichst geringes Gewicht.
Doch Tennis lebt von schnellen Richtungswechseln.
Selbst der bequemste Schuh wird zum Nachteil, wenn der Fuss bei intensiven Bewegungen im Schuh zu stark verrutscht.
Eine gute Stabilität sorgt dafür, dass der Fuss sicher geführt wird und Richtungswechsel kontrolliert und selbstbewusst ausgeführt werden können.
Für die meisten Freizeitspieler ist Stabilität deshalb das wichtigste Auswahlkriterium.

Worauf sollten Sie ausserdem achten?

Dämpfung

Gerade auf Hartplätzen wirkt bei jedem Schritt eine erhebliche Belastung auf den Bewegungsapparat.
Eine gute Dämpfung reduziert die auftretenden Stosskräfte und erhöht den Komfort während längerer Trainingseinheiten.

Grip

Die Laufsohle sollte genügend Halt bieten, ohne natürliche Bewegungen einzuschränken.
Zu wenig Grip erhöht die Rutschgefahr. Zu viel Grip kann Knie und Sprunggelenke stärker belasten.

Tragekomfort

Selbst der technisch beste Tennisschuh nützt wenig, wenn er nicht richtig sitzt.
Ein hoher Tragekomfort gehört immer zu den wichtigsten Kriterien.

Die richtige Schuhgrösse

Eigentlich klingt das selbstverständlich.
Trotzdem gehört die falsche Grösse zu den häufigsten Fehlern.
Zu kleine Schuhe fühlen sich beim kurzen Anprobieren oft noch angenehm an, verursachen aber nach einer Stunde auf dem Platz Druckstellen.
Zu grosse Schuhe können Reibung, Blasen und mangelnde Stabilität verursachen.
Als Faustregel gilt ein Abstand von etwa fünf bis zehn Millimetern zwischen der längsten Zehe und der Schuhspitze.
Denken Sie ausserdem daran, dass die Füsse während längerer Belastung leicht anschwellen können – besonders im Sommer oder bei langen Matches.
Falls Sie zwischen zwei Grössen liegen, probieren Sie beide Modelle an und gehen Sie einige Minuten darin.

Tennisschuhe für Damen und Herren

Ja, Unterschiede gibt es.
Damenschuhe werden häufig auf einem etwas schmaleren Leisten gefertigt und verfügen teilweise über eine leicht angepasste Konstruktion.
Feste Regeln gibt es jedoch nicht.
Viele Spielerinnen tragen Herrenmodelle, während manche Männer Damenschuhe bevorzugen, weil diese besser zu ihrer Fussform passen.
Entscheidend ist nicht die Bezeichnung, sondern die Passform.

Tennisschuhe für Hartplätze

Hartplätze sind weltweit der häufigste Tennisbelag.
Gleichzeitig stellen sie die höchsten Anforderungen an Schuhe und Bewegungsapparat.
Hartplatzschuhe bieten deshalb meist:
  • besonders gute Dämpfung;
  • abriebfeste Gummisohlen;
  • hohe Stabilität;
  • verstärkte Verschleisszonen.
Wer überwiegend auf Hartplätzen spielt, profitiert besonders von hochwertigen Tennisschuhen.

Tennisschuhe für Sandplätze

Sandplätze verlangen eine andere Konstruktion.
Typisch ist das Fischgrätenprofil der Laufsohle.
Dieses Profil hilft dabei,
  • sicheren Halt zu behalten;
  • kontrolliert zu rutschen;
  • zu verhindern, dass sich zu viel Sand unter der Sohle sammelt.
Kontrolliertes Gleiten gehört auf Sandplätzen zum Spiel – und die passende Sohle macht dabei einen deutlichen Unterschied.

Und wie sieht es auf Rasen aus?

Schuhe für Rasenplätze besitzen spezielle Sohlenprofile, die für Naturrasen entwickelt wurden.
Für die meisten Freizeitspieler sind sie jedoch kaum relevant.
Spezielle Rasenschuhe kommen vor allem bei Turnieren oder Clubs mit Naturrasen zum Einsatz. Für den Alltag reicht in den meisten Fällen ein All-Court-Modell vollkommen aus.

Was bedeutet «All Court»?

Viele Hersteller bieten sogenannte All-Court-Tennisschuhe an.
Diese Modelle funktionieren auf verschiedenen Platzbelägen zuverlässig und bieten einen guten Kompromiss.
Wer gerade mit Tennis beginnt oder regelmässig auf unterschiedlichen Belägen spielt, trifft mit All-Court-Schuhen meist eine sehr gute Wahl.

Welche Marken sind besonders beliebt?

Zu den bekanntesten Herstellern gehören:
  • Asics
  • Adidas
  • Nike
  • Wilson
  • Babolat
  • Head
  • Yonex
  • Mizuno
  • K-Swiss
Jede Marke besitzt ihre eigenen Stärken.
Asics wird häufig wegen des hohen Komforts und der ausgezeichneten Dämpfung geschätzt.
Adidas und Nike verbinden sportliche Leistung mit modernem Design.
Wilson und Babolat haben ihr Schuhsortiment in den vergangenen Jahren deutlich erweitert.
Mizuno geniesst besonders bei ambitionierten Spielerinnen und Spielern einen hervorragenden Ruf für Passform und direktes Spielgefühl.
Letztlich gibt es jedoch keine Marke, die für alle gleich gut geeignet ist.
Der beste Tennisschuh ist immer derjenige, der optimal zu Ihrer Fussform, Ihrem Bewegungsstil und Ihren persönlichen Vorlieben passt.

Können Tennisschuhe Verletzungen vorbeugen?

Kein Tennisschuh kann Verletzungen vollständig verhindern.
Speziell entwickelte Tennisschuhe können jedoch die Belastung für Füsse, Sprunggelenke und Knie reduzieren, da sie bei seitlichen Bewegungen deutlich mehr Halt bieten.
Wer auf dem Tennisplatz mit Laufschuhen oder gewöhnlichen Trainingsschuhen spielt, erhöht unter Umständen das Risiko für Ausrutschen, Verstauchungen oder Überlastungsbeschwerden.
Das richtige Schuhwerk ist deshalb ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Trainings – gemeinsam mit guter Technik, sinnvoller Belastungssteuerung und ausreichender Regeneration.

Wann sollten Tennisschuhe ersetzt werden?

Manchmal sieht ein Schuh noch gut aus, erfüllt seine Aufgabe aber nicht mehr.
Typische Anzeichen sind:
  • stark abgenutzte Laufsohlen;
  • nachlassender Grip;
  • geringere Dämpfung;
  • Verformungen des Obermaterials;
  • Beschwerden nach dem Spielen.
Viele Fachleute orientieren sich deshalb nicht an Monaten, sondern an Spielstunden.
Je nach Belag, Körpergewicht, Bewegungsstil und Schuhmodell halten Tennisschuhe durchschnittlich zwischen 45 und 90 Stunden auf dem Platz.
Wenn Halt, Stabilität oder Komfort spürbar nachlassen, ist meist der richtige Zeitpunkt für ein neues Paar gekommen.

Interessante Tatsache

Profispieler wechseln während eines Turniers oft mehrere Paar Schuhe – insbesondere auf Hartplätzen, wo die Sohlen besonders stark beansprucht werden.
Auf höchstem Niveau kann bereits ein geringer Verlust an Grip Einfluss auf Beweglichkeit, Sicherheit und Leistung haben.
Freizeitspieler müssen natürlich nicht so weit gehen. Dennoch spielen passende Tennisschuhe eine wichtige Rolle für Komfort und Verletzungsprophylaxe.

Der häufigste Fehler beim Schuhkauf

Der grösste Fehler besteht darin, Tennisschuhe ausschliesslich nach ihrem Aussehen auszuwählen.
Ein Schuh kann hervorragend aussehen und sich nach einer Stunde Spielzeit trotzdem unangenehm anfühlen.
Passform, Stabilität und die Eignung für Ihren bevorzugten Platzbelag sind wesentlich wichtiger als das Logo auf der Seite.
Fühlt sich ein Schuh von Anfang an bequem an, stützt den Fuss zuverlässig und ermöglicht natürliche Bewegungen, treffen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die richtige Wahl.
Die richtigen Tennisschuhe sorgen für mehr Komfort bei jeder Bewegung. Wirkliche Fortschritte entstehen jedoch durch gutes Training und regelmässige Praxis.

Willkommen auf dem Platz bei MVTA

In der MVTA Tennisakademie begleiten wir Spielerinnen und Spieler aller Spielstärken auf ihrem Weg – vom ersten Schlag bis zur gezielten Wettkampfvorbereitung. Unsere erfahrenen Trainerinnen und Trainer unterstützen Sie dabei, Technik, Beinarbeit und Selbstvertrauen auf dem Platz kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Jede Spielerin und jeder Spieler bringt unterschiedliche Voraussetzungen und Ziele mit. Deshalb gestalten wir unser Training individuell und passen es an Ihr Spielniveau sowie Ihre persönlichen Ambitionen an.
Wir freuen uns darauf, Sie bald auf dem Platz unserer Tennisakademie begrüssen zu dürfen.